ESP32 – Microcontroller meets Desktop

Für ein aktuelles Projekt haben wir den ESP32 von Espressif eingesetzt – einen leistungsfähigen und zugleich extrem kostengünstigen Microcontroller mit integriertem WLAN- und Bluetooth-Modul.

Eine Besonderheit war für uns die Arbeit mit einem Betriebssystem (RTOS), was im klassischen Microcontroller-Umfeld nicht selbstverständlich ist. Auch die Entwicklungsumgebung war zunächst gewöhnungsbedürftig.

Wir entschieden uns für Visual Studio Code als Entwicklungsumgebung und haben dabei erstmals freiwillig auf die Nutzung eines JTAG-Debuggers verzichtet.

Hardwareseitig überzeugt der ESP32: viel Leistung bei kleinem Preis. Auf der Softwareseite hingegen waren wir von Herstellern wie Atmel einen deutlich besseren Out-of-the-box-Support gewöhnt.

Die Arbeit mit dem ESP32 bringt einen hohen Einrichtungs- und Konfigurationsaufwand mit sich. Die offizielle Dokumentation von Espressif ist umfangreich, aber oft unübersichtlich. Häufig ist nicht klar, ob eine Funktion nativ verfügbar ist oder auf einem Third-Party-Modul basiert. Für unsere Arbeitsweise ist das relevant – wir achten auf saubere, nachvollziehbare Abhängigkeiten und vermeiden unnötigen Modulwildwuchs.

Fazit:
Der ESP32 ist ein echtes Multitalent, das viel Potenzial bietet – aber im Hinblick auf Entwicklerfreundlichkeit besteht noch Luft nach oben.

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